Río de Janeiro

10-18 Sept 16

Favela Santa Maria: 

  • es gibt keine Straßenkarte, keine Autos (Gassen zu eng), über 700Stufen, überall Scheißhaufen- kann mich nicht entscheiden, ob ich nach unten schauen soll, um den Tretminen aus dem Weg zu gehen oder nach oben, um meine Umgebung wahrzunehmen.
  • Gestank liegt in der Luft- es ist momentan Winter; will mir nicht vorstellen wie das im Sommer bei 45Grad riecht!! 
  • 6000 Einwohner, mein Tourguide (junger Kerl im gelben Shirt), der Englisch spricht, ist hier aufgewachsen. jeder kennt jeden. Größte Favela in Rio hat 350.000 Menschen. 
  • Erschreckende Verhältnisse, aber weg will doch kaum jemand, ist eben das Zuhause…

20 years ago Michael Jackson landed in this favela with a helicopter and recorded one of his music videos here

Weg zurück zum Hostel (an der Copacabana) durch verschiedene Märkte, Stadtviertel, Stop in einer Bar und mir einen Cocktail gegönnt. 

Copacabana

Current thought: travelling alone is tough! Feel lonely, nobody there to share impressions with…

Niteroi, Elephant mountain + beach (Sonntag)

Erste Erfahrung mit Couchsurfing:(Plattform mit der Idee, Reisenden eine kostenlose Unterkunft bereitzustellen – man bereichert sich gegenseitig, lernt interessante Menschen kennen) Hab einen öffentlichen post entdeckt für einen hike in Niteroi. Kontakt aufgenommen und um 8 Uhr Treffpunkt am Hafen. Komisches Gefühl, sich mit einem völlig fremden Mann zu verabreden, der noch zwei seiner Freunde mitbringt – aber ist ja in der Öffentlichkeit und ich brauche Gesellschaft!

Kairon aus Brasilien: von der ersten Sekunde an weiß ich, das ist ein guter Mensch mit gutem Herzen- fühl mich direkt wohl und seine Freunde sind auch sympathisch. Hab einen wunderschönen Tag mit Sport, bombastischer Aussicht, Strand und Bier und Sonnenuntergang zum Abschluss. Wer braucht schon Party bei einer solchen Aussicht?!

Fuck partying – this view is incredible

No safety – pure nature!

Making of: taking funny profile pics

Famous viewpoint in Niteroi
Best day so far!

Pedra do Sal on a Monday night

Fühlte mich nicht wohl im Hostel und hab Alex über Couchsurfing kontaktiert: kommt aus Río, hat zwar keine Schlafgelegenheit für mich, nimmt mich dafür aber abends mit in die Stadt: traue meinen Augen nicht, was hier an einem Montag abend los ist:

Monday night! Crazy!

Alex kommt jeden Montag abend hierher und scheint bekannt zu sein wie ein bunter Hund. Hier und da shaking hands zieht er mich mit durch die Menschenmenge. Ich folge ihm einfach und beobachte.

  • 2 samba bands at 2 different spots
  • People are singing and enjoying the music
  • Streets are packed! Again: It’s Monday!
  • Street food, barbecues
  • All kinds of people

Spaziergang durch mehrere Stadtviertel (Dienstag)

Tomorrow Museum: Genau mein Ding! Thema: Nachhaltigkeit, die Zukunft unserer Erde, viel interaktiv. Bin erstaunt über die ansprechende Umsetzung der Ausstellung 

Olympic torch
Lapa
Santa Teresa

Feelings: plötzlich fühle ich mich niedergeschlagen und allein – ich fange mitten auf der Straße an zu weinen…so viel Zeit allein gibt Raum Vergangenes zu verarbeiten…ich hatte so einige unterschiedliche Ideen und Pläne in den letzten Jahren – weiß nicht wo ich hingehöre.


Corcovado- hike zum Jesus (Mittwoch)

Es gibt einen Van, der einen auf den Berg bringt, aber das ist mir zu touristisch, teuer und langweilig. Da bin ich lieber aktiv und schwitzen mir einen ab.

Ja, da will ich hoch 🙂 und nicht easy peasy mit dem Bus sondern Schritt für Schritt!

Und los geht’s!

Let’s go!

Geschwitzt wie verrückt! Aber geil wars. War aktiv und mega Aussicht!

Feeling: Muss mich immer wieder daran erinnern, dass ich jeden Tag machen kann, was ICH will…

Donnerstag: chillig. Drei Stunden mit Paul gequatscht. Geschätzt 55-60, Amerikaner, wirkt etwas einsam, hat Soziologie studiert, treibt sich seit ner Weile in Brasilien rum und war davor lange in Ecuador.

Ziehe um in anderes Hostel, da hier überhaupt keine Seele im Haus ist! Stellt sich dann auch als sehr gute Entscheidung heraus: im neuen Zuhause ganz liebe sorgsame Menschen, mit denen ich gleich ins Gespräch komme. ‚Walk to the beach hostel‘ – kann ich nur empfehlen!

Rede lange mit nem Schweizer, der dort hängen geblieben ist. Erst wegen der Freundin, arbeitet seitdem im Hostel und will auch nicht mehr zurück. Und ich ändere jetzt wohl meine Pläne und bleibe länger in Brasilien: Wetter ist besser als ganz im Süden  (da ist noch Winter) und wenn ich schon mal hier bin- gibt soooo viel zu sehen. Brasilien ist allein schon so groß wie ein Kontinent! 

Freitag: was für ein kack Tag. Läuft gar nicht! Bin extra früh raus ohne Frühstück, um wheelchair basketball paralympics zu schauen. Dauert ewig, bis man am Olympia Gelände ist. Dann stelle ich fest, dass die Mannschaften, die ich sehen will, erst später spielen. 

Egal, ich schau zwei Stunden zu, dann geh ich, hab riesen Hunger und finde in der Stadt auf Empfehlung zum Lunch ein Restaurant mit Buffet. Halbe Stunde später pappsatt und kotzschlecht- wo ist der Eimer?! Gratulation, Sarah! Nach einer Woche gleich mal den Magen verdorben- mir ist zwei Tage schlecht und ich vertrage gar nix mehr.Außerdem fühl ich mich einsam…

Und mein Rucksack ist fucking schwer!

Ich nehme mir vor: Nie wieder Buffet – war eh noch nie meins – und anfangen selber zu kochen, Brasilien ist teuer- Preise wie bei uns…Und ich vermisse echtes Brot und überhaupt mein selbstgemachtes Essen… @Vanessa: Mandelmus!!!! 😉

Kleine Anekdote zur Schlafsituation: There’s a seriously bad snoring person in the room! And some women have arrived, they are showering, unpacking, light is on. This guy is not impressed, still sleeping and snoring…Another guy gave up and got up again…Unbelievable how he can sleep. The light is in his face…I’m glad I’m on the top bed! Not everybody in my face! I’m thinking: when people come back from partying the good ones use torches to get their toothbrush and look for things they need. The clever ones prepare things before they leave. The idiots just turn on the lights and start talking. But that rarely happens. -Knock on wood- 5 in the morning: of course it happened – they didn’t give a fuck- lights on and all this shit!

Samstag: endlich treffe ich Thania aus Rio zum Lunch (Kontakt über Freundin Daniela): blumiges Kleid, viel und großer Schmuck, langes schwarzes Haar, Indioherkunft nicht zu verkennen, direkt herzlich und offen. Genau das brauche ich jetzt- danke 🙂

Wir laufen an der Copacabana entlang und sie steuert ein feines Lokal an. Als Backpacker kann ich’s mir eigentlich nicht leisten- bin eh noch unsicher, was ich so im Monat brauche. Egal, was solls, ich brauch jetzt was Gutes. – der Kellner kommt und sie bestellt ne Flasche Prosecco – is klar. (Gut, dann halt Reis und Bohnen die nächsten zwei Wochen und viel frühstücken)

Aus dem Lunch werden acht Stunden, hausgemachte Gnocchi, ein oder zwei Flaschen Prosecco, Weißwein, danach Dachterrasse einer Hotelbar und ich bin eingeladen. Wunderschöner Tag und hat so gut getan!

Spannende und starke Frau, die viel zu erzählen hat und ein Freigeist ist wie ich. Wir haben viel gemeinsam und ich hab sie direkt richtig gern. Danke für die schönen Stunden!

Thania and me in bar of hotel roof

Morgen geht’s raus aus Rio:

  • I like: surroundings, mountains, life at the beach
  • Dislike: loud, dirty, poverty, keine wirklich schönen Cafés 

Feeling: I’m very lucky to do this! Not realising yet that the adventure is only beginning now…

Don’t forget: du kannst jeden Tag machen, was du willst! Listen to yourself and be confident!

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