Copacabana und Isla del Sol, Bolivia

12 – 15 März 2017

Am Sonntag checken wir aus und machen uns auf den Weg nach Copacabana direkt am Titikakasee; das wird der letzte Halt sein, bevor es rüber geht nach Peru. So langsam hab ich auch genug von Bolivien: es ist kalt, man kommt mit den Leuten nicht wirklich in Kontakt, viele sind unfreundlich, scheinen genervt von all den Touristen oder sind einfach zu zurückhaltend, sodass kein Gespräch zustande kommt.

Als wir am späten Nachmittag ankommen, ist das letzte Boot zur Insel schon weg, wir stehen ein bisschen dumm rum und schon steht der erste neben uns und bietet uns ein Zimmer an für dreißig Bolivianos die Nacht, sechs Euro – nehmen wir. Wir laufen hoch zum Aussichtspunkt, was uns ganz schön zum Schnaufen bringt – an die Höhe gewöhnt man sich irgendwie nie.

Seht ihr den Regenbogen?

Am Abend treffen wir uns mit Olivier und Victor, Debbie nennt ihn nur noch Sarah-Fan, zum Essen; die beiden sind heute auch hier angekommen. Unsere Herberge macht über Nacht alles dicht, was sehr unüblich ist und so müssen wir um zehn zurück sein und fühlen uns kurz wieder wie fünfzehn, als es noch Ausgehfristen gab.

Abendessen in einem der unzähligen Restaurants hier. Mir ist kalt!

Am nächsten Morgen treffen wir uns mit Viktor zum Frühstück, er will heute zu Fuß durchs Nirgendwo über die Grenze nach Peru laufen – mit großem Rucksack und Zelt, hört sich abenteuerlich an. Wenn alles gut geht, sehen wir uns in Puno wieder. Debbie und ich nehmen das Boot zur Isla del Sol. Wir haben schon gehört, dass der Süden touristischer sein soll und als wir sehen, wie viele Menschen dort aussteigen, sind wir heilfroh, weiter zu fahren in den ruhigeren Norden. Debbie tickt wie ich, was das angeht, und bekommt oft zuviel von den typischen Touris, ihren unüberlegten Fragen und ihrem unsensiblen Verhalten der Kultur gegenüber. Wir nutzen jede Möglichkeit unser Spanisch zu verbessern, suchen den Kontakt zu Südamerikanern und meiden unsere Landsleute. Das Wetter verheißt zunächst nichts Gutes und wir spielen schon mit dem Gedanken, direkt am nächsten Morgen wieder zu gehen. Als wir festen Boden betreten, werden wir empfangen von Einheimischen, welche alle ihre Betten vermieten möchten. Ich lasse Debbie entscheiden, wem wir unser Ja geben, mir ist das gerade zuviel, und so führt uns eine Frau zu einem einfachen, aber sauberen Zimmer, das Bad liegt außerhalb, halb die Treppe runter, scheint hier alles mehr oder weniger ähnlich zu sein. Immerhin direkter Blick auf den See, was will man mehr. 

Aussicht von unserer Terrasse

Gegen vier wird es sonnig, wir entspannen zwei Stunden am Strand mit einer Flasche Wein, endlich mal wieder etwas Wärme auf der Haut, und essen abends im einzigen besetzten Restaurant.

Entspannen am See

Um acht morgens werden wir von unserer Vermieterin aus dem Bett geklopft, da sie wissen möchte, ob wir bleiben. Wir vertrauen ihrer Einschätzung zum Wetter, verlängern eine Nacht und finden eine Familie direkt am Seeufer, die Frühstück anbietet – der Ausblick ist ein Traum!

Debbie würgt den Bananensaft runter, was mich zum Lachen bringt. Sie mag keine Bananen und zieht ein Gesicht als würde sie Krautsaft trinken. Gestärkt begeben wir uns auf unsere Wanderung in den Süden der Insel. Nach nicht mal zwei Stunden sind wir schon da, was uns überrascht, denn angeblich sollte es fast vier Stunden dauern. Meine Theorie dazu ist, dass die kleinen Bolivianer vielleicht wirklich so lange brauchen mit ihren kürzeren Beinen. Wie erwartet ist der Süden wesentlich intensiver auf den Tourismus eingestellt, wir essen dort zu mittag und weils so schön ist, laufen wir auch wieder zurück anstatt das Boot zu nehmen.

Debbie gönnt sich gegrillten Fisch mit Quinoa und Gemüse

Debbie und ich sind mittlerweile ein eingespieltes Team. Wir schlüpfen in unsere Bikinis, holen uns ein Bier, springen einmal ins Wasser, das muss einfach sein und genießen die letzten Sonnenstrahlen bevor es schattig und sofort kalt wird. Nach Quinoasuppe für mich und Fleischgericht für Debbie – die Frau kann essen ohne Ende – gehen wir früh schlafen und wachen am nächsten Morgen bei Dauerregen auf – perfekter Zeitpunkt abzureisen und es reicht mir jetzt wie gesagt auch wirklich. Das Essen ist fad, die Leute unnahbar und überall Stolpert man über Müll – erschreckend, wie unbewusst hier damit umgegangen wird. Ich heule Debbie schon die ganze Zeit die Ohren voll, dass mir kalt ist und ich die Hitze und das Meer vermisse. Vielleicht mache ich nochmal einen Abstecher in den Norden von Chile, Sonne tanken.

Am Nachmittag nehmen wir den Bus nach Puno in Peru, auf der anderen Seite des Titikakasees. Ciao Bolivien – hallo Peru! Wir sind vor allem gespannt auf die weltberühmte peruanische Küche!

La Paz, Bolivia

08 – 12 März 2017

Ganze elf Euro kostet uns die Fahrt nach La Paz – können es kaum fassen, dass es so billig ist, keine Klima, braucht man aber auch nicht. Während einer Pause sehe ich zum ersten Mal, wie eine Cholita – das sind die bolivianischen Frauen mit traditionellem Rock und Hut – einfach mitten auf die Straße pinkelt.

Meine Erwartungen von La Paz sind ziemlich niedrig, ich rechne mit kaltem Wetter und dem typischen Chaos einer Großstadt. Doch schon während der ersten Taxifahrt ist der Anblick ins Tal ziemlich beeindruckend. Am späten Vormittag des nächsten Tages bekommen wir interessante Fakten zu Politik, Land und Leuten während der Walkingtour. So gibt es zum Beispiel ein Gefängnis mitten in der Stadt, welches selbst nochmal wie eine eigene Stadt organisiert ist. La Paz gefällt mir: das Wetter ist wärmer als gedacht, schöne Stadtviertel mit süßen Cafés und Restaurants, die Telefericos sind genial und verbinden einen in Minuten mit allen Ecken und Höhen der Stadt, das Auf und Ab der Straßen hat etwas Charmantes.

Im Anschluss an die Tour buche ich mit Debbie die Biketour für die berühmte deathroad, wie laufen nochmal gemütlich durch den Markt, besorgen Zutaten fürs Abendessen und beenden den Tag mit Jean und Johanna, die im selben Hostel schlafen, in einer Bar, welche zu Fuß zu erreichen ist.

Kaffeepause!
Debbie, ich, Jean und Johanna

Am Freitag lernen wir Viktor und Olivier aus Frankreich kennen. Die beiden sind eigentlich alleine unterwegs, aber Olivier hat sich an Victor gehängt, da er kaum ein Wort Englisch oder Spanisch spricht – für Debbie immer wieder unglaublich, wie das funktioniert. Wir verbringen den Tag entspannt, legen einen Organisationstag ein, telefonieren mit Freunden zuhause. So manches verändert sich im Leben meiner Freunde und ich spüre die Distanz – meine Freunde fehlen mir. Genau genommen ist es die Vertrautheit, die ich mit ihnen habe, man kennt sich, öffnet sich und teilt Gefühle und Erlebnisse miteinander. Deshalb tut mir Debbie auch gerade so gut.
Ich unterhalte mich länger mit Viktor. Er ist Barkeeper, hat schon in allen möglichen Ecken der Welt gearbeitet und plant seine eigene Bar zu eröffnen sobald er zurück in Frankreich ist. So stellt sich heraus, dass er auch schon in Toronto gelebt und gearbeitet hat und er kennt die einzige Bekannte, die ich dort habe – so klein ist die Welt. Er macht mir Mut mit seiner Einschätzung, die Stadt wäre gut um schnell Geld zu verdienen. Zudem hat er Kontakte, die mir behilflich sein könnten. In diesem Moment entscheide ich hochzufliegen und buche am nächsten Tag meinen Flug gesetzt auf zwei Tage bevor mein Visum abläuft. Seltsames Gefühl, da mein Herz hier im Süden ist und ich eigentlich gar nicht weg will. Wenn die Sehnsucht zu groß wird, flieg ich einfach wieder runter.

Den Sonnenuntergang wollen wir uns heute von ‚El Alto‘ aus anschauen und laden Victor und Olivier ein uns zu begleiten. Mit dem Teleférico fahren wir hoch bis zur Endstation, finden dort aber keinen ausgemachten Aussichtspunkt. Wir laufen ein paar Schritte und entdecken eine Dachterrasse eines einfachen Wohnhauses. Debbie quatscht mal wieder die Einheimischen an und fragt, ob wir hoch dürfen: der Besitzer mit einem kleinen Kiosk hat nichts einzuwenden, seine kleine Tochter führt uns die Stufen hinauf und so blicken wir kurz darauf vom gefühlt allerbesten Ort ins Tal der Megastadt La Paz. Als die Sonne sich langsam verabschiedet und die vielen kleinen Lichter der Stadt erleuchten, stoßen wir an mit Bier und sind fasziniert vom Lichtermeer und wie sich einzelne Straßen bis tief in die Berge ziehen. Zurück im Hostel kochen wir mit den Jungs Seite an Seite und lassen den Abend gemeinsam ausklingen.

links neben mir Debbie mit kleinem bolivischen Mädchen, Victor und Olivier

Um sieben Uhr morgens bringt uns ein Taxi zum Treffpunkt für die Biketour. Die Deathroad soll die gefährlichste weltweit sein und tatsächlich gibt es immer wieder Unfälle, die ganz selten sogar tödlich enden; dementsprechend nervös ist der eine oder andere. Im Kleinbus werden wir auf 4000 Meter Höhe gebracht, wo uns Schnee und Eiseskälte begrüßen. Wir bekommen unsere Ausrüstung und individuell zugewiesene Mountainbikes. Innerhalb von Minuten schmerzen meine Hände – kaaaaalt! Doch dann gehts los: die Strecke beginnt mit 16km Asphalt, gefolgt von Schotterwegen, mal mehr mal weniger breit, die serpentinenförmig durch die Berge führen. Nach den ersten Kilometern verschwindet der Schnee und der Himmel klart auf. Durch die fast 3000 Höhenmeter, die es insgesamt bergab geht, durchfahren wir verschiedenste Vegetationen und Wärmegrade, müssen kleine Flussläufe überwinden und bekommen Abkühlung von Wasserfällen, die unseren Weg kreuzen. Ein Erdrutsch vom Vortag zwingt uns ganz abenteuerlich durch knöchelhohen Schlamm. Debbie amüsiert sich köstlich, wie ich barfuß pfiensend durch den Schlamm stolpere, da mir bei jedem Schritt Steine in die Fußsohlen stechen. Ich bin ja hart im nehmen, aber meine Füße sind sensibel wie die Prinzessin auf der Erbse!

Abschluss am Pool, der uns Abkühlung verschafft! Dann geht es drei Stunden im Bus zurück und wir halten noch für ein letztes Bild auf dem Weg. Mit jedem Tag wächst mir Debbie mehr ans Herz. Morgen ziehen wir weiter nach Copacabana am Titikakasee.

Santa Cruz und Samaipata, Bolivia

03 -07 März 2017

Nach über zwölf Stunden Busfahrt setzt mich das Taxi am Hostel mit Pool ab. Das tropische Wetter weckt Erinnerungen an Brasilien und meine Sehnsucht, noch einmal zurückzukehren. Auf dem Weg in mein Zimmer läuft mir Martin über den Weg – ein Bekannter von Felix, der damals in Salvador mit uns einen Tag am Strand verbracht hat. Er kann mich erst nicht einordnen und ist dann genauso verblüfft wie ich, dass wir uns hier wiedersehen.

Martin ganz rechts

Viel zu sehen gibt es in Santa Cruz eigentlich nicht und ich bin sowieso hauptsächlich wegen des Wetters und der Nähe zu Brasilien hergekommen. Also verbringe ich einen gemütlichen Tag und als ich mittags in der Küche stehe, spricht mich Debora an. Sie sitzt an der Theke und futtert ein Marmeladenbrötchen nach dem anderen. So fangen wir an zu quatschen und verstehen uns auf Anhieb blendend. Der Zucker in der Marmelade soll übrigens gegen ihre Magenprobleme helfen, da die Bakterien sich wohl zuerst auf den Zucker stürzen. Debbie, 29, kommt aus Zürich, hat ihren Job gekündigt, nachdem sie einen Arschloch-Chef hatte und ist wie so viele auf der Suche nach sich selbst, möchte einen Lebenswandel. Sie ist gerade auf dem Weg Richtung Peru, vielleicht komm ich einfach mit ihr mit. Denn wo in Brasilien jetzt hin, weiß ich auch nicht so recht und Flüge von Lima nach Canada sind am günstigsten; einen Monat Zeit hab ich noch.

Am nächsten Morgen beim schlechten Frühstück, nur der Kaffee ist akzeptabel, fällt mir Cyril auf: er hat gestern schon die ganze Zeit an seinem Laptop gearbeitet und frühstückt selbst mitgebrachtes Müsli. Wir kommen ins Gespräch und ich bin ganz Ohr als er von seinem momentanen Projekt ‚twenty questions to the world‘ erzählt: er reist um die Welt mit zwanzig Fragen, die er Menschen aus allen möglichen sozialen Schichten stellt; darunter: Stell dir vor, du bist im Jahr 2100, was siehst du? Was ist deine Angst? Was brauchst du? Was ist das schönste, dass du je gesehen hast?. Gesponsert wird er von einer Kosmetikfirma und Nestlé. Dafür muss er auch vier Fragen über Wasser stellen. Das ganze Jahr ist so finanziell abgedeckt! Cyril ist Franzose, lebt in Paris und hat seinen Job davor gekündigt, da er mit seinen vielen Ideen etwas Eigenes machen wollte. Er bietet mir an, den Nachmittag mit ihm zu verbringen, denn er zieht heute um in ein Hotel, da seine Mutter für drei Wochen kommt um mit ihm zu reisen. Da seine Gesellschaft total angenehm ist und die Israelis hier mit ihrer Musik das ganze Hostel beschallen, nehme ich sein Angebot ohne zu überlegen an. Debbie ist heute im Park mit Zoo und Schmetterlingen und wird am Abend übersät mit Mückenstichen zurückkehren.

Das Niveau von Cyrils Hotel werde ich mir wohl auf meiner ganzen Reise nicht leisten, aber schön sowas mal wieder von innen zu sehen. Nachdem er sein Gepäck abgelegt hat, essen wir gemeinsam zu mittag und schlendern danach durch die Straßen des nobleren Viertels. Unser Interesse weckt eine Pâtisserie, welche so auch mitten in Paris stehen könnte. Da muss ich natürlich rein mit dem Franzosen! Wir gönnen uns Karottenmuffins, Schokokekse und Espresso, bekommen sogar noch was gratis und genießen die europäische Atmosphäre dieses Cafés – was ein Festtag!

Espresso und süße Teilchen mit Cyril

Die drei Kilometer Heimweg führen mich durch das Zentrum der Stadt und der Hauptplatz ist wirklich schön, das ist dann aber auch schon alles und so kann ich wenigstens behaupten, Santa Cruz zu kennen.

Morgen will ich abreisen, hier gibt es nichts zu tun und die Zeit läuft. Debbie ist mit im Boot – ab nach Samaipata.
Der Ort liegt drei Stunden außerhalb von Santa Cruz und gefühlt haben wir ein Doppelzimmer im schönsten Hostel des kleinen verschlafenen Ortes mit Blick über das gesamte Tal. Dafür müssen wir allerdings auch einen kleinen Flusslauf überwinden und uns zehn Minuten den Berg hoch quälen, ich erinnere an die Höhenluft, da ist alles doppelt so anstrengend. Außerdem gibts zum Frühstück hausgemachtes Brot und ein Hundewelpe wohnt hier auch.

Blick vom Hostel ins Tal

Wir fühlen uns direkt pudelwohl und genehmigen uns in einer Bar zur happy hour gleich mal einen Mojito.

Mojito happy hour

In der Nähe gibt es Wasserfälle , die sich Debbie gerne anschauen würde, doch das Wetter macht uns einen Strich durch die Rechnung – Regen. Also füllen wir den Tag mit Fitness, Yoga und Beautyprogramm.

Kaffeepeeling

Der nächste Morgen ist uns wettertechnisch ebenfalls nicht wohl gesonnen, daher packen wir nach nochmaligem Fitness/ Yogaprogramm unsere Sachen und machen uns auf zu unserer längsten Busfahrt nach La Paz (ich konnte Debbie überzeugen, keinen Zwischenstop einzulegen) – zwanzig Stunden – Kinderspiel!

Mit jedem Tag lerne ich Debbie ein bisschen besser kennen und ich muss sagen: jede ihrer Eigenheiten, die ich entdecke, macht sie für mich noch liebenswerter:

  • Ich kenne niemanden, der so viel Schokolade isst wie sie
  • Überhaupt ist sie den ganzen Tag immer am essen, wo steckt sie das nur hin? Ingwertee und Nüsse! Nur Banane mag sie nicht
  • Sie hat für alles kleine knisternde Tütchen mit Zippverschluss: Tabak, Gutsel, Kaugummis. Große Zippbeutel hat sie auch, die ihre Klamotten trocken und ordentlich halten
  • Zigaretten drehen wirkt bei ihr wie ein Hobby. Ich mag das knisternde Geräusch ihres Tabakbeutels
  • Ein Kilo Salz schleppt sie mit sich rum, dass ihre argentinische Romanze gekauft hat und von dem sie sich nicht trennen will; es vergeht kein Tag, an dem sie nicht vom Argentinier spricht
  • Zu all dem erinnert sie mich noch an meine enge Freundin Vanessa – ähnliches Erscheinungsbild, herrlich unkompliziert und ehrlich
  • Aufmerksam, superfreundlich, denkt für mich mit, hält regen Kontakt zu ihren Liebsten zuhause, ich mag ihr Schwiizerdütsch!

Sucre, Bolivia

28 Februar – 02 März 2017

Nach einer unruhigen Nacht, da es genau über Nelson durch das Dachfenster getropft hat, kommen wir ziemlich verschlafen in Sucre an und es regnet in Strömen. Das Hostel ist dafür klasse und wir genehmigen uns gleich mal ein ausgibiges Frühstück, von dem ich komplett begeistert bin: nicht nur gibt es Müsli und dunkle Brötchen sondern  auch Bananenkuchen und bestimmt zehn verschiedene Früchte zur Auswahl, darunter sogar frische Feigen. Das nenn ich mal ein Buffet nach meinem Geschmack!

Der Regentag vergeht gemütlich mit Abschluss an der Hostelbar. Am nächsten Morgen bekomme ich die Nachricht, dass meine Freundin und Schwägerin Marina die kleine Sansa gesund auf die Welt gebracht hat. Besonders berührt hat mich ihr Anruf am Tag zuvor aus dem Krankenhaus mit den ersten Wehen. So fühle ich mich ihr gleich unglaublich nah. Denn im Moment bin ich so weit weg von allem in Deutschland, bekomme die Höhen und Tiefen meiner geliebten Menschen dort wenn überhaupt nur am Rande mit, bewegende Momente finden ohne mich statt – ein Opfer für die vielen einmaligen Erlebnisse meiner Reise. 

Tiefe Freundschaften brauchen Zeit, gemeinsame Momente, geteilte Freude wie auch Leid. So entstehen tiefe Bindungen, die kaum mehr etwas trennen kann.

Viele Reisende halten sich länger hier in Sucre auf um einen Spanischkurs zu belegen. Denn die Stadt ist charmant, günstig und überall wimmelt es von kleinen Cafés und Restaurants, von denen einige vegetarisch oder sogar vegan sind – man hat sich auf die Touristen eingestellt. 

Kokosteilchen und Empanada

An meinem letzten Tag, Nelson wird noch länger bleiben, ist endlich schönes Wetter. Nach einem Spaziergang durch die Altstadt landen wir auf einem Markt, der wirklich alles zu bieten hat, herrlich chaotisch wirkt und fernab des touristischen sicheren Zentrums liegt. Man bekommt direkt das Gefühl mitten in der bolivianischen Kultur zu sein – da schlägt das Fotografenherz höher und Nelson ist voll in seinem Element. Mit meinem hellen Haar falle ich hier allerdings erst recht auf wie ein bunter Hund.

Als Veganer gruselt es mich hier teilweise ganz schön; und immer wieder unverständlich, wie das Fleisch so im Freien liegt. 

Zurück im historischen Zentrum essen wir zu mittag und dann muss ich mich auch schon fertig machen für den Nachtbus nach Santa Cruz – brauche endlich wieder wärmeres Wetter und durch die Nähe zu Brasilien herrschen dort tropischere Temperaturen. Zudem spiele ich mit dem Gedanken, doch jetzt nochmal nach Brasilien zu gehen. 

Eine weitere Sache, die ich außerdem bald entscheiden muss, ist mein Kanadavisum: andere Geschichte, aber das Arbeitsvisum verfällt, wenn ich nicht bis zum siebten April einreise. Die Idee also: einreisen, über den Sommer dort arbeiten und dann wieder ab in den Süden. Da ich nun länger unterwegs bin, kann eine weitere Option nicht schaden und gültig ist das Visum dann für mindestens zwei Jahre. Allerdings schlägt mein Herz ganz klar für den Süden und ich hab eigentlich gar nicht viel Lust, die westliche Welt so schnell wieder zu betreten.
Der nächste Abschied mit fester Umarmung steht an – Nelson wünscht mir alles Gute für meine Reise, wir werden in Kontakt bleiben und an der nächsten Ecke strecke ich den Arm nach dem nächsten Taxi Richtung Terminal.

Carnaval in Oruro, Bolivien

24 – 27 Februar 2017

Wie verabredet treffe ich Nelson vor dem Haus, wo wir schlafen werden. Über das Karnevalswochenende ist hier die Hölle los und die Preise schießen wohl in die Höhe; da Nelson über eine Bekannte an das Zimmer gekommen ist, muss ich mich um nichts kümmern. Kaum haben wir unser Gepäck abgelegt, ziehen wir mit der Dame des Hauses und ein paar ihrer Freunde mehr oder weniger gleich wieder los in Richtung Bar, wo wir das erste bolivianische Bier trinken. Die Nacht auf meiner Isomatte, die mehr für Yoga als zum schlafen gedacht ist, wird ziemlich ungemütlich und kalt ist es noch dazu; mit meinem Sommerschlafsack komme ich hier nicht weit, also ziehe ich mitten in der Nacht Socken und Pullover an. 

Fast schon froh, dass der neue Tag anbricht, machen wir uns bereit für den Carnava – nein, keine Kostüme! Nelson richtet sein Kameraequipment und ich bekomme seine Pressejacke (um die ich dankbar bin bei der Kälte hier), da ich keinen Ausweis habe wie er, um mich mitten zwischen den Umzügen aufhalten zu dürfen. Wir proben kurz, was ich antworte, falls jemand meinen Ausweis sehen möchte, Nelson macht mich offiziel zu seiner Assistentin und los gehts.

Schon von weitem hört man die Trompeten und Pauken, ganz unerwartet unkompliziert kommen wir mitten ins Getümmel, kein Mensch fragt uns nach dem Ausweis. 

Bunt, laut, Tanz, Gesänge – Nelson schießt zwei Tage lang fast pausenlos Fotos, ich assistiere, helfe ihm beim Objektivwechsel, trage sein Stativ, mache ihn aufmerksam, wenn mir etwas ins Auge fällt. Pause machen wir praktisch nur zum Essen oder wenn es unaufhörlich schüttet.

Sprühschaumschlacht – ganz davon kommt man nie

Pausenzeit

Am ersten Abend bin ich gegen zehn komplett durchgefroren und müde, das ist richtige Arbeit! Mit Bier und Nüssen auf unserem Zimmer lassen wir die Abende ausklingen und philosophieren über das Leben, die anderen im Haus gehen feiern bis in die Morgenstunden.

Obwohl am Montag die größte Feierei vorbei ist, verbringen wir den Tag noch in der Stadt, da wir am Abend den Nachtbus nach Sucre nehmen. Nelson hat sich entschieden, mit mir zu kommen. Als Selbstständiger ist er flexibel und Motive gibt es überall.

Was mich vor unserer Abreise noch schockt, ist der Preis, den die junge Dame für das Zimmer verlangt, denn schon nach der ersten Nacht fällt auf, wie verdreckt das Haus ist: alles komplett verstaubt, im Vorratsschrank findet man Mausekot, die Küche voll mit Essensresten, schmutzigem Geschirr, überall Müll, mal in Müllsäcken, mal auch nicht. Der Gipfel von all dem ist für mich im ersten Stock die Ecke am Kamin mit Teppichboden: die zwei Hunde, die das Haus nie verlassen zu scheinen, haben den Platz zur Hundetoilette gemacht, es stinkt nach Pisse und ja, Hundeschiss liegt auch rum, absolut widerlich! Während meiner ganzen Reise hab ich nicht so viel Geld pro Nacht ausgegeben, und dann noch so was. Ganz zu schweigen davon, dass es kein Bett gibt und wir das Zimmer wahrscheinlich sauberer als vorher verlassen. Das ist eine dieser Dinge, die ich ganz schnell abhaken will. Unfassbar, wie man ohne Not so hausen kann.

Vollbepackt mit Hab und Gut machen wir uns auf Richtung Terminal; heute Nacht gehts nach Sucre.

San Pedro bis Uyuni

19 – 24 Februar 2017

Ich sags euch vorneweg: das wird ein langer Artikel! Macht es euch gleich mal auf dem Sofa bequem. Diese fünf Tage waren abenteuerlich, atemberaubend und unglaublich bereichernd!

Meine zweite Mitfahrgelegenheit Richtung San Pedro ist Cristian. Seine erste Frage bevor ich einsteige: ‚Do you speak English?‘ Später erzählt er, dass er gehofft hat, sein Englisch mit mir üben zu können, als er mich am Straßenrand stehen sah – gerne doch! Er wirkt etwas bedrückt und ich erfahre, dass er und seine Frau sich vor zwei Monaten getrennt haben, zwei Kinder, harte Phase gerade – und er fährt heute einfach so in der Gegend herum, um mit seinen Gedanken allein zu sein. Ich spüre seinen Schmerz und biete ihm an heute abend was zusammen trinken zu gehen. Wir tauschen Nummern aus und nachdem ich ein sympathisches kleines Hostel gefunden habe, verabreden wir uns am Plaza. Auf einer Dachterrasse mit DJ und Elektromusik verbringen wir zwei Stunden und ich hab das Gefühl, das ist genau das, was Cristian heute braucht. Trotz all dem Schmerz blickt er positiv in die Zukunft.

Am Morgen gehe ich endlich mal wieder laufen: kleine Runde und ich bin ziemlich fertig als ich zurückkomme, denke erst es ist die Hitze, bis mir einfällt, dass wir hier auf fast 3000 Metern sind. Es frustet mich, mein Sportpensum während des Reisens nicht aufrecht erhalten zu können. Bis zum Abend pendle ich zwischen Hängematte und Küche, schreibe am Blog und verarbeite meine intensiven Träume von letzter Nacht: meine letzte Romanze in Deutschland besucht mich irgendwo am Meer und ich freu mich riesig. Mama stirbt, ich weine im Schlaf, höre ihre Stimme klar und deutlich, ihre positive Art ist unglaublich präsent.
Couchsurfer Franco lädt mich ein, spontan auf ein Bier in eine Bar zu kommen, wo er gerade mit einem Freund sitzt. Ich überlege nicht lange, zwei Spritzer Parfüm, mit den Fingern durch die Haare, kurzer Blick in den Spiegel -du siehst gut aus – und los. Die urige Bar ist voll, manche stehen auf der Straße und warten auf den nächsten freien Sitzplatz oder rauchen. Ich blicke umher und treffe auf Blicke eines jungen Kerls mit hellbraunem mittellangem Haar, hübsches Gesicht, Outdoor-Kleidung wie fast alle hier. Ich nähere mich und werde neben Franco von seinem Freund Manuel und Marcio begrüßt. Marcio ist Brasilianer, reist mit seinem Motorrad und Zelt gerade vier Wochen umher und hat die zwei Jungs gerade selbst erst kennengelernt. Wir trinken zusammen Bier, die Jungs sind Tourguides und verdienen sich so ihr Geld fürs Weiterreisen. Marcio, 42, kommt aus Salvador, ist Geschichtslehrer, hat aber mittlerweile seine eigene Sprachschule und ist momentan mehr mit Administration als mit unterrichten beschäftigt. Er ist unverschämt braun gebrannt und surft für sein Leben gern. Gegen halbeins brechen wir auf und Marcio besteht darauf, mich noch nach hause zu begleiten. Auf dem Weg blicken wir nach oben – wow! Selten hab ich so einen Sternenhimmel gesehen – wir genießen diesen Anblick und Marcio drückt aus, dass er sich freut, diesen Moment mit mir teilen zu dürfen.

Am Hostel angekommen, stehen wir vor verschlossener Tür und ich ahne schon, was das bedeutet. Ein Blick zu Marcio – nein, ich hab keinen Schlüssel. Ich klingel bestimmt zehn Mal – nada! Da rührt sich gar nichts. Marcio: ‚Bevor du mit den Hunden auf der Straße schläfst, kann ich dir anbieten, mit mir in meinem Zelt zu schlafen. Viel Platz ist nicht, eher wie ein Sarg, aber besser als auf der Straße.‘ Ich schaue ihn an und weiß, das ist meine einzige Option. Er betont, dass ich keine Bedenken haben muss, er macht nichts. Also machen wir uns gemeinsam auf den Weg Richtung Zeltplatz und ich muss lachen – was eine Geschichte! Weder muss ich morgen arbeiten noch steht sonst etwas Wichtiges an. Ich bin in San Pedro in Chile unter bezauberndem Sternenhimmel und werde heute Nacht mit einem Mann ein Zelt teilen, den ich seit zwei Stunden kenne – und bin echt froh, dass er mich begleitet hat, was hätte ich sonst gemacht?!

Marcio teilt seine Zahnbürste mit mir und wir legen uns in seine Sardinenbüchse. Es dauert keine Minute bis wir uns in den Arm nehmen und aneinander kuscheln, denn es ist kalt! Ich spüre, dass Marcio sich von mir angezogen fühlt, doch er zeigt Sensibilität für meine Lage und nutzt die Situation nicht aus, das macht ihn noch sympathischer. Glaubt mir natürlich hinterher keiner, dass nix gelaufen ist mit einem Brasilianer unter einer Decke, bzw in einem Schlafsack. Nach einer Nacht mit viel Hundegebell und Lärm von anderen Campern überlasse ich Marcio sein Bett für sich und laufe nach hause um mich nochmal eine Stunde hinzulegen. Hostel ist auf und ich lerne, dass es einen Schlüssel gibt, den man mitnehmen kann – ah ja…

Morgenhimmel nach meinem Abenteuer im Zelt

Ich bereite mich auf die Dreitagestour nach Uyuni vor, die morgen ansteht und das Highlight einer Bolivienreise ist, mache meine Übungen und lade Marcio zum Brunch im Hostel ein – Pfannkuchen mit Banane. Er will heute eine Tour mit dem Motorrad zum ‚valle de la luna‘ machen. Trotz aller Bemühungen finden wir aber keinen Helm für mich. ‚Wie kann er auch Brasilien ohne einen zweiten Helm verlassen und nicht daran denken, dass er einer so hübschen Frau begegnen könnte‘, meint der Gastvater im Hostel. Ich muss also zuhause bleiben, doch als es eine Stunde später anfängt heftig zu regnen, bin ich ganz froh im Trockenen zu sein. Dafür gehen wir am Abend eine Flasche Wein trinken und unterhalten uns ohne Punkt und Komma – intelligenter Mann und herausfordernd für meinen Geist. Hand in Hand laufen wir zu meinem Hostel und reden noch ewig vor der Tür, der Abschied fällt schwer.

‚I think you will go back to Germany with all the experience, everything you have seen on your journey, open your vegan café and bring the world to that place.‘ – Marcio

Wir nehmen uns mehrmals ganz fest in den Arm, ein Kuss, mit Blick zurück geht er davon. Was für eine Begegnung – muss das noch eine Weile auf mich wirken lassen.

Marcio, mein Retter in der Not

Am Mittwoch früh werde ich um 7:30 abgeholt und nach zwei Stunden im Van gibt es Frühstück in einem Tal umgeben von Bergen und es ist kalt und windig. 

Wir steigen um in Jeeps, ich suche mir nach Gefühl die sympathischste Gruppe, die dann für drei Tage so bestehen bleibt: zwei chilenische Pärchen: Valentina und Jorge, Alejandra und Rodrigo. So komme ich mir nicht so touristisch vor und kann weiter Spanisch sprechen. Cara aus Hamburg gesellt sich noch dazu. Mit Simón, unserem Fahrer, steht unsere Gruppe. In den drei Tagen ist für alles gesorgt, war nicht ganz billig, ist das Geld aber allemal wert. Wir verstehen uns auf Anhieb, lachen viel gemeinsam und sitzen immer noch lange nach dem Essen zusammen und quatschen. Auf Cara müssen wir ein bißchen aufpassen, den unser 18 jähriges Küken stellt sich schnell als Tollpatsch heraus – so verliert sie am ersten Tag ihr Handy, dann ihre Brille, die aber ein Guide wiederfindet und an der grünen Lagune fällt sie der Länge nach ins Wasser.

Die Natur, die uns in diesen Tagen begegnet, ist einfach überwältigend und ich möchte hier mehr Bilder als Worte sprechen lassen – übrigens alles ohne Farbfilter!

Erste Lagune mit Flamingos
Beeindruckende Stille!

Hot springs!
Geysers!
Unsere erste Unterkunft mitten im Nirgendwo

Nachdem wir unsere Zimmer in unserer Unterkunft bezogen haben, die mehr als einfach ist, aber alles hat, was man so braucht für eine Nacht, gehts nochmal los zur nahegelegenen Laguna de Colores: rotes Wasser, mehr Flamingos und ein verdammt sattes Grün! 

Ganz weit hinten entdecke ich Alpakas, da muss ich hin!

Wenn ich die Bilder anschaue, kann ichs selbst kaum glauben. Was ein Anblick – und ich darf hier sein!

Zurück in unserer Herberge gibts Abendessen und relativ früh legen wir uns schlafen, denn morgen früh gehts zeitig weiter.

Gepäck wird von den Guides wieder aufs Dach geschnallt

Der zweite Tag bietet mehr Lagunen, Felsformationen, grüne Ebenen und so beeindruckenden Landschaften, dass ich kaum fassen kann, wie viel unberührte Natur es doch noch gibt auf dieser Erde; und von einer Schönheit, die einen einfach nur stumm staunen lässt. Wir nehmen übrigens im Gegensatz zur Mehrheit ganz rebellisch die alternative Route, da dort zum einen nicht nur Lagunen zu sehen sind, sondern außerdem auch Simons (unser Fahrer) Lieblingsort, was uns alle neugierig macht. Angenehmer Nebeneffekt: viel weniger los hier!

Mit dem ersten Blick auf diesen Ort ist uns ganz schnell klar, warum er für Simon so besonders ist:

Ein Meer von moosartigem Gras zieht sich zwischen den Felsen dahin, durchzogen von unzähligen Wasserstellen, über die man sich seinen Weg bahnen muss (hier hauts unser Küken übrigens auf die Schnauze).

Ganz hinten steigen wir rechts auf die Felsen und der Ausblick ist unglaublich.

Jeder sucht sich seinen ganz eigenen Platz und so sitzen wir im Stillen, atmen tief ein und aus und lassen uns durchströmen von dem Frieden, der diesen Ort so einzigartig macht.

Nach der Lunchpause und einem weiteren Aussichtspunkt fahren wir zum ‚Hotel de Sal‘, der Name ist Programm.

Hotel de Sal

Selbes Spiel wie am Abend zuvor: Tee, Kaffee und Kekse, Abendessen und früh ins Bett. Morgen wollen wir zum Sonnenaufgang in der Salzwüste sein. In den Nächten regnet es übrigens heftig, was ausnahmsweise mal perfekt ist. Warum? Seht selbst:

Salar de Uyuni

Da kann man sich noch so viele Bilder vorher anschauen, dieses Naturschauspiel ist einfach nur wow! Dann kommt der Moment, in dem wir anhalten und aussteigen dürfen – Fotoshooting! Da ich keine wasserfesten Schuhe dabei habe, entscheide ich mich für Flipflops. Hammer Fotos sinds geworden und sieht alles supercool aus. Scheißekalt wars!

Man beachte, dass ich barfuß im eiskalten Wasser stehe – easy!

Teil zwei im Trockenen, ich bin komplett durchgefroren!

Größte Salzwüste der Welt – kann man auch aus dem Weltall sehen

Wir verlassen die Wüste, halten auf einem kleinen Platz mit Touriständen, wo ich mir zwei paar Stulpen kaufe, die in den Wochen danach jeden Tag in Gebrauch sein werden, essen ein letztes Mal gemeinsam und halten auf dem Weg nach Uyuni noch bei den alten Zügen.

In Uyuni, kein Grund sich länger als nötig dort aufzuhalten, gehen drei wunderschöne einzigartige Tage zu Ende.